
Holografische
Material mit regenbogenfarbenem, psychedelischem Look.
Manche Künstler machen schöne Dinge. Mari erschafft Portale. Als kreative Kraft hinter The Pine Torch verwandelt sie Mutterschaft, Furchtlosigkeit und ungeschönte Ehrlichkeit in Kunst, die vor Leben vibriert. Ihre Arbeiten schleichen nicht um Gefühle herum. Sie stürmen direkt hinein, die Fackel hoch erhoben.
Mari ist eine dieser reinen Seelen, die nicht nur erschaffen, sondern verwandeln.


Mari sieht sich als Wegbereiterin, als Suchende und als kreative Mutter im wahrsten Sinne: Sie bringt Ideen genauso mutig zur Welt, wie sie ihre Kinder großzieht. Mutter zu werden, vor allem von Zwillingen mit besonderen Bedürfnissen, hat ihre Welt aufgebrochen und sie dazu gebracht, die Seiten der Mutterschaft zu benennen, um die die meisten einen Bogen machen. Diese rohe Wahrheit wurde zu ihrem Markenzeichen, zum Herzschlag ihrer Bücher, Orakelkarten und jedes sinnlichen Designs, das sie erschafft.
Was Mari besonders macht, ist die Art, wie sie Kunstfertigkeit und Instinkt verbindet. Sie ist unter Frauen aufgewachsen, die kreativ gelebt haben, und dieses sinnliche, poetische Fundament pulsiert bis heute in ihren Arbeiten. Ihre Designs wirken lebendig, haptisch und emotional aufgeladen, als trügen sie eine Frequenz, die nur sie einstellen kann.
In diesem Interview tauchen wir ein in das Feuer hinter ihrem kreativen Weg, in die Dunkelheit, durch die sie geht, und in die kraftvolle, ungefilterte Stimme, die The Pine Torch unverwechselbar zu ihrem macht.



StickerApp: Hi Mari, wir freuen uns sehr, dich als ersten Artist of the Month 2026 vorzustellen. Erzähl uns von dir: Wer ist The Pine Torch?
Mari: Vielen Dank, das macht Spaß! Ich sehe mich als Verkörperung meiner Marke The Pine Torch: eine Wegbereiterin und Geschichtenerzählerin, die sich zwischen Dunkelheit und Licht bewegt. Mein Traum war es immer, Mutter zu sein, für Kinder und für Ideen, und Kunst zu machen, die sich lebendig und ehrlich anfühlt. Die Mutterschaft, vor allem mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen, hat mich dazu gebracht, die rohen Wahrheiten auszusprechen, um die andere herumreden, und eine sinnliche, bunte Welt zu bauen, in der sich meine Kinder verstanden und sicher fühlen.
Vieles von diesem Weg, das Schöne wie das Schwere, steckt in meiner Arbeit, von Kinderbüchern mit autistischen Hauptfiguren bis zu Orakelkarten, die von den Tiefen der Mutterschaft inspiriert sind.
StickerApp: Wow, großartig! Wann und wie hat dein kreativer Weg angefangen?
Mari: Im Mutterleib. Ich bin bei Generationen von Frauen aufgewachsen, die ein kunstvolles Leben geführt haben. Kochen, Singen und Geschichtenerzählen waren bei uns Liebesbeweise. Diese sinnliche, poetische Welt hat mich geprägt. Als Pianistin, Malerin und Dichterin habe ich immer nach einer Kreativität gesucht, die alle Sinne anspricht.
Grafikdesign wurde zur Brücke: Damit konnte ich meine Stimme schärfen und meine Familie ernähren, während ich vier Kinder großgezogen habe. Die Mutterschaft, besonders mit der Autismus-Diagnose meiner Zwillinge, hat mich wachsen lassen, mich drangehalten und gelehrt, meinem inneren Kompass zu vertrauen. Diese Lektionen wurden zum Rückgrat meiner Arbeit, auch meiner Lieblingswerke The Audacity Deck, The Mom Deck und Remember Your Divinity Deck.
StickerApp: Beeindruckend! Gab es einen Wendepunkt in deiner Karriere, der alles verändert hat?
Mari: Ich hatte mehrere Wendepunkte, und die meisten kamen daher, dass ich große, beängstigende Entscheidungen schnell treffen musste. Vor etwa acht Jahren habe ich meinen Bürojob gekündigt und bin von Chicago nach Arizona gezogen, damit meine Zwillinge nach ihrer frischen Diagnose bessere Unterstützung bekommen. Ich habe alles Vertraute zurückgelassen, mit kleinstem Budget gelebt und mich voll auf mein junges Business verlassen. Dieser Sprung hat mich aus alten Erwartungen befreit und mich gelehrt, alles zu tun, was meine Kinder brauchen, koste es, was es wolle.
Was mit Babystramplern angefangen hat, ist zu Büchern, Orakelkarten und einem kreativen Business gewachsen, das sich mit meiner Familie weiterentwickelt hat. Unterwegs habe ich viele Versionen von mir selbst abgelegt, und jedes Ende hat sein eigenes kleines Wunder mitgebracht. Wenn mich das Leben eines gelehrt hat, dann das: Wenn du dich für Liebe und Mut entscheidest, findet sogar das Unmögliche einen Weg.
StickerApp: Wie inspirierend! Was treibt dich als Künstlerin an, und was sind deine größten Inspirationsquellen?
Mari: Abgesehen von meinen Kindern? Angst. Ich folge meiner Angst gern, auch wenn sie mich an ein paar seltsame Orte geführt hat. Wenn ich dieses Kribbeln der Angst spüre, bin ich wahrscheinlich auf dem richtigen Weg. Wenn alles dunkel ist, duck dich nicht. Lauf nicht weg. Nutz die Dunkelheit, um deine anderen Sinne zu schärfen. Hör auf das Rascheln unter deinen Füßen. Riech die Luft. Folge dem Sturm und renn direkt auf ihn zu. Tanz im Regen. Ironischerweise sind die meisten meiner Ängste im Leben wahr geworden, und das ist irgendwie befreiend, weil es meine Hemmungen nicht mehr gibt. Nichts ist einschüchternd, denn nichts ist je so wichtig, wie es scheint.
Am Ende sterben wir alle: Memento mori. Bei meiner Marke The Pine Torch geht es darum, in der Dunkelheit einen Weg zu bahnen, eine Fackel zu tragen und anderen den Weg zu leuchten.
StickerApp: Wie schön. Was ist dein wichtigster Rat für alle, die gerade kreativ durchstarten?
Mari: Oh, gute Frage! Ich habe gleich mehrere:
Spar dich nicht auf. Benutz das gute Geschirr, geh das Risiko ein, sprich es aus. Gib dich ganz deiner Arbeit hin.
Bleib deiner Stimme treu. Trends vergehen, Authentizität bleibt.
Brich alle Brücken hinter dir ab. Wenn dir etwas nicht mehr guttut, lass es mutig los.
Du darfst deine Meinung ändern. Wachstum bringt Klarheit.
Feier kleine Erfolge. Samen wachsen im Dunkeln.
Räum deinen Raum auf. Wenn du deine Umgebung aufräumst, klärst du auch deine Energie.
Bleib neugierig. Probier Dinge aus, die du nicht gut kannst, spiel, experimentier und lass dich von deiner Kreativität überraschen.
StickerApp: Toller Rat! Wie würdest du deinen Stil beschreiben, und was sind deine Lieblingstechniken?
Mari: Surreal, makaber, roh, spirituell, mit schwarzem Humor und ätherisch.
Malen ist meine Lieblingstechnik, weil es so körperlich ist. Viele meiner Arbeiten sind privat und nicht zu verkaufen, und sie haben eine ganz andere Ästhetik als meine Marke. Meine Kunst zu Hause ist bunt, abstrakt, haptisch und chaotisch. Ich habe gemerkt, dass Photoshop mir hilft, diese rohe Energie in zugänglichere Kreationen zu verwandeln, weil es meine Ideen ordnet und ihnen einen Rahmen gibt. So kann ich Dinge schaffen, die im digitalen Raum oder als verkäufliche Produkte funktionieren, anders als eigenständige Kunstwerke.



StickerApp: Erzähl uns vom Design deiner Dankeskarte. Was hat dich inspiriert?
Mari: Ich liebe es, Texturen und Muster übereinanderzulegen. Das esoterische Muster ist das Hauptmuster meiner Marke, das ich auf Verpackungen und Versandtaschen verwende. Die Rückseite ist mit den Säulen eine Anspielung auf meine griechischen Wurzeln und auf das Gefühl, durch die aktuelle Realität in eine andere Dimension zu blicken.
StickerApp: Schön! Was sind deine Lieblingsmaterialien für Sticker, und wie nutzt du sie für dein Business und deine persönliche Marke?
Mari: Meine erste Wahl ist das holografische Material. Es gibt Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, und lässt die Designs besonders und schimmernd wirken! Für bestimmte Designs liebe ich auch einige der transparenten Sticker. Egal welches Artwork ich verwende oder an welchem Projekt ich arbeite: Ich weiß, dass StickerApp den richtigen Look und das richtige Gefühl hat, um das Projekt auf ein neues Level zu heben.
Ich nutze sie als Erweiterung meiner Designs und meiner Orakel- und Tarotkarten. Die Sticker, die sich am besten verkaufen, sind aus The Audacity Deck, und es begeistert mich, sie auf Trinkbechern, Planern, Computern und so weiter zu sehen. Eine unerwartete Verwendung sind meine Räuchersprays und Aura-Sprays. Dafür konnte ich richtig tolle holografische Etiketten machen, die das Produkt aufwerten und genau das einfangen, was ich mir vorgestellt habe.
StickerApp: Warum hast du dich für StickerApp als Sticker-Partner entschieden?
Mari: Ursprünglich wollte ich die Sticker selbst herstellen, aber wir hatten schon drei DTG-Drucker, Tassenpressen und unzählige andere Produktionsgeräte. Die Produktion der Sticker auszulagern, war ein Wendepunkt für mein Business: Ich habe gelernt, dass es okay ist, Kreativität und Herstellung zu trennen. Ich bin bei allem so hands-on, dass es mir immer schwerfällt, einem Produktionspartner zu vertrauen, aber ich liebe die Beständigkeit, die Qualität und die kreativen Möglichkeiten, die StickerApp bietet.
StickerApp: Da sind wir ganz bei dir. Was sind deine Ziele für die Zukunft?
Mari: Ich glaube nicht, dass der Drang, kreativ zu sein, jemals verschwindet. Er nimmt nur neue Formen an. Gerade lerne ich, mehr zu vertrauen und weniger zu kontrollieren. Mich treiben zu lassen, hat für mich alles verändert. Ich habe gelernt, keine langfristigen Pläne zu machen und abzuwarten, was als Nächstes passiert. Statt darauf zu warten, „endlich zu leben, wenn …“, denke ich daran, zu leben, an irgendeinem Dienstag, auf eine Art, die ich mir früher nie erlaubt hätte. Das Leben hat mich über meine wildesten Träume hinaus überrascht. Ich gehe einfach den Weg, der sich vor mir auftut, und lerne neu, wie man Dinge in ihrem eigenen Tempo atmen und wachsen lässt.
Ich arbeite gerade an ein paar (geheimen) Projekten, die später enthüllt werden.
Danke für das Gespräch, Mari! Wenn du The Pine Torch folgen willst, schau auf ihrem Instagram vorbei: @thepinetorch, auf ihrer Website oder in ihrem Etsy-Shop.
