
Pixie Dust
Bringe einen Hauch von Magie in deine Kreationen.
Sag Hallo zu Daniel Harisberger alias Toasty Tuesday, dem Multitalent hinter frechen Figuren, fantastischen Geschichten und so ziemlich allem, was sich auf einem Bildschirm bewegt.
Im Alltag gehört er zum Zürcher Kreativkollektiv Team Tumult und macht dort Illustrationen und Animationen mit Freunden, die sich eher wie eine kreative Familie anfühlen als wie Kollegen. Für kurze Zeit schlüpft er aber auch in die Rolle des Artist of the Month im Dezember bei StickerApp.


Toasty Tuesday, wer ist das? Stell dir einen Jungen namens Daniel Harisberger vor, der vor den Samstagmorgen-Cartoons klebte, Hefte mit Kritzeleien füllte und diesen kreativen Funken nie ganz losgeworden ist. Ein paar Jahre später ist derselbe Junge Illustrator, Animator und ein echtes Kreativ-Kraftpaket, das mit seinen Freunden bei Team Tumult Geschichten ausheckt.
Daniels kreativer Weg verlief nicht geradlinig. Er wurde zweimal an der Kunsthochschule abgelehnt, hat Schichten im Supermarkt geschoben und trotzdem stur an seiner Vision festgehalten, Magie zu erschaffen. Aller guten Dinge sind drei: Als er endlich angenommen wurde, passte plötzlich alles. Die Welt schaltete einen Gang hoch, und seine kreative Karriere kam richtig ins Rollen.
Seitdem zeichnet, animiert und experimentiert er und kämpft gelegentlich mit Neid auf die genialen Ideen anderer Künstler. Aber mit der guten Sorte Neid, der Art, die Funken überspringen lässt.



StickerApp: Hi Daniel, wir freuen uns SO sehr, dich als unseren Artist of the Month im Dezember vorzustellen. Erzähl uns von dir: Wer ist Toasty Tuesday?
Daniel: Vielen Dank! Der Name Toasty Tuesday stammt aus meiner Zeit als Praktikant im Grafikdesign in Hamburg. Ich hatte einen Sandwichmaker mit ins Büro gebracht, damit wir Praktikanten uns mittags günstige Toasts machen konnten. Heute bin ich Teil des Kreativkollektivs Team Tumult in Zürich und arbeite mit ein paar großartigen Leuten und Freunden an Illustrationen und Animationen. Mein Traum ist, wie schon immer, von dem leben zu können, was ich liebe. An manchen Tagen klappt das perfekt, an anderen eher nicht so.
StickerApp: Was für eine tolle Geschichte! Wann und wie hat dein kreativer Weg angefangen?
Daniel: Schon als ganz kleines Kind war ich der Junge, der ununterbrochen gezeichnet, Comics gelesen und samstagmorgens Cartoons geschaut hat. Ich bin einfach drangeblieben und wusste ziemlich früh, dass ich kreativ arbeiten und etwas von der Magie neu erschaffen will, die mich als Kind verzaubert hat.
StickerApp: Gab es einen Wendepunkt in deiner Karriere, der alles verändert hat?
Daniel: Am Anfang hatte ich echt Mühe, meine Karriere in Gang zu bringen, weil ich zweimal nicht an der Kunsthochschule angenommen wurde. In der Zeit habe ich in einem Supermarkt bei mir in der Nähe gearbeitet, um Geld zu verdienen. Ich wusste, was ich wollte und was ich dafür tun musste. Ich war damals einfach noch nicht reif genug. Als es dann aber endlich Klick gemacht hat, ging alles in den Turbo-Modus, und ich habe nie zurückgeschaut.
StickerApp: Stark! Was treibt dich als Künstler an, und was sind deine größten Inspirationsquellen?
Daniel: Ich liebe gut erzählte Geschichten, ob in einem guten Buch, einem spannenden Film oder einem fesselnden Videospiel. Gut gemachte Geschichten machen die Welt zu einem interessanten und lustigen Ort. Ich bin immer wieder verblüfft, auf welche Ideen manche Autoren und Künstler kommen, und manchmal sogar neidisch. Oft bringt mich genau dieser Neid überhaupt erst in Gang: Ich versuche, ein paar dieser kreativen Funken einzufangen, weiterzuentwickeln und daraus etwas Eigenes zu machen.
StickerApp: Klasse. Was ist dein wichtigster Rat für alle, die gerade kreativ durchstarten?
Daniel: Bei Auftragsprojekten mit festen, engen Vorgaben bin ich meistens ziemlich gut, aber bei eigenen Arbeiten, wenn ich völlig freie Hand habe, tue ich mich am schwersten. Was ich immer wieder gelernt habe: Projekte kommen nur ins Rollen, wenn man sich hinsetzt, irgendwo anfängt und dranbleibt. Ideen zu lange im Schädel einzusperren, hilft überhaupt nicht. Es kann sogar anderen Aufträgen im Weg stehen.
Fang mit etwas Einfachem an, lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht so wird, wie du es dir vorgestellt hast, und lass es einfach zu etwas Echtem wachsen. Und wenn es scheitert, leg es eine Weile in die Schublade, arbeite an anderen Sachen und komm später darauf zurück. Vielleicht stößt du mit frischem Blick, freiem Kopf und einer neuen Idee wieder darauf.
StickerApp: Toller Rat! Wie würdest du deinen Stil beschreiben, und was sind deine Lieblingstechniken?
Daniel: Meine Arbeiten haben viele Formen. Ich arbeite total gern mit Tusche auf Papier, und den Fluss und die Textur beim Zeichnen zu spüren, macht mir große Freude. Ich arbeite aber aus ganz anderen Gründen auch gern mit Vektorgrafiken. Figuren aus Grundformen zu bauen, fühlt sich für mich an, als würde ich ein kniffliges Puzzle lösen. Wenn man lange genug dranbleibt, hat man am Ende einen Haufen lustiger kleiner Kreaturen, und das macht auch den Sprung von Vektoren zur Animation viel leichter.


StickerApp: Erzähl uns vom Design deiner Dankeskarte. Was hat dich inspiriert?
Daniel: Die Christmas Creepers sind vor einer Weile als lustiges Side Project entstanden, als die Feiertage näher rückten. Ich versuche jedes Jahr, etwas für die Weihnachtszeit zu gestalten: eine Grußkarte, eine Animation oder, wie in diesem Fall, einen glitzernden Stickerbogen. Manchmal sogar alles zusammen. Meistens steht der Weihnachtsmann im Mittelpunkt, und diesmal wollte ich eine Art „Wario-mäßiges“ Gegenstück zum fröhlichen bärtigen Mann, den wir alle kennen und lieben. Sein Partner, der Adventswichtel, hat die Form einer Kerze, die immer weiter herunterbrennt, bis nichts mehr übrig ist. Er steht für den Weihnachts-Burnout, den wir alle spüren, wenn der 26. Dezember vorbei ist und jedes Weihnachtsbedürfnis mehr als gestillt ist. Die anderen Figuren folgten mit derselben grummeligen, frechen Energie.
StickerApp: Volltreffer! Was ist das Beste an Stickern, und wie nutzt du sie für dein Business und deine persönliche Marke?
Daniel: Als 90er-Kind waren Sticker für mich ein Schatz, und das sind sie bis heute. Je glitzernder und glänzender, desto besser. Sogar jetzt bewahre ich als Sammlertyp meine Lieblinge in einer kleinen Schachtel auf. Viele davon werden wohl nie irgendwo kleben, sondern nur ab und zu bewundert. Bitte verratet das nicht meiner Tochter. Sie ist total stickerverrückt und würde sie garantiert überall hinkleben, wenn sie sie je in die Finger bekäme, haha.
Sticker sind perfekte Giveaways. Wir nutzen sie ständig, um unser Kreativkollektiv auf Filmfestivals zu bewerben. Sie sind weniger förmlich als eine Visitenkarte, hinterlassen aber mehr Eindruck und haben einen tollen interaktiven Spaßfaktor. Wer kann bei einem glitzernden kleinen Leckerbissen schon widerstehen?
StickerApp: Da sind wir ganz bei dir. Was sind deine Ziele für die Zukunft?
Daniel: Mich verfolgen mehrere Ideen für Graphic Novels, für die ich in den letzten Jahren noch nicht die Energie hatte. Sie wohnen mietfrei in meinem Kopf, ganz gegen meinen eigenen Rat. Das könnte also etwas sein, das ich in naher Zukunft angehe. Meistens findest du mich aber beim Tüfteln an irgendwas Weihnachtlichem, denn in dieser Jahreszeit sprudeln meine kreativen Impulse förmlich aus mir heraus.
Danke für das Gespräch, Daniel! Wenn du Toasty Tuesday folgen willst, schau auf seinem Instagram vorbei: @toastytuesday
